Seminare zur Kunst
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Seminare zur Kunst
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Wir freuen uns, Sie zu unseren neuen "Seminaren zur Kunst" im KUNSTWILD Projektraum jeweils sonntags einzuladen:



Sonntag, 19.02.23, 16:00 – 18:00
Mark Bradford (*1961)
Dozentin: Andrea-Katharina Schraepler


Bradfordist bekannt für seine großformatigen, vielschichtigen Werke aus Papier. Hierfür integriert er Plakate und Grafiken aus seinem prekären sozialen Umfeld in Los Angeles und macht sie zum bewussten Bildgrund seiner Werke. Auf diese Weise thematisiert er verletzliche Körper marginalisierter Bevölkerungsgruppen. Er schafft eine individuelle Formensprache, die als soziale Abstraktion bezeichnet wird.
Mark Bradford hat auf der Biennale Venedig 2017 die USA repräsentiert und wird von der Galerie Hauser & Wirth vertreten.


Sonntag, 05.03.23, 11:00 – 13:00
Chiharu Shiota (*1972)
Dozentin: Andrea-Katharina Schraepler


Die japanische Künstlerin schafft raumgreifende poetische Installationen aus Faden-Netzwerken. Die Fragilität des Menschseins steht im Vordergrund ihrer Arbeiten. Leben und Materie werden sublimiert und in Form Tausender einzelner Fäden zu organischen Strukturen verdichtet. Sie können als Chiffren für zwischenmenschliche Verbindungen, als Adern oder Nabelschnüre gelesen werden. Die Grundthemen ihrer Arbeit sind Verbundenheit, Trauer, Erinnerung, Angst, Geburt und Tod.
Chiharu Shiota hat auf der Biennale Venedig 2015 den Japanischen Pavillon gestaltet, wird von Johann König vertreten und lebt in Berlin.



Sonntag, 12.03.23, 11:00 – 13:00
Leiko Ikemura (*1951)
Dozentin: Andrea-Katharina Schraepler


Leiko Ikemura ist Malerin, Bildhauerin und Dichterin und hat lange in Berlin an der Universität der Künste (1990 bis 2016) gelehrt. Die Formensprache ihrer Arbeiten spiegeln die Auseinandersetzung von westlicher Kunstgeschichte und japanischer Tradition.
Ikemura zeigt hybride Verschmelzungen von Mensch, Tier und Pflanze, die sich in einem unbestimmten Zustand zwischen Zerbrechlichkeit und Sinnlichkeit befinden. Ihre Wesen spiegeln den aktuellen Diskurs eines anderen Verhältnisses zwischen Mensch und Natur, das nicht auf Herrschaft und Unterwerfung beruht.
(Ausstellung: Witty Witches, Georg Kolbe Museum vom 21.1.-1.5.2023)


Sonntag, 02.04.23, 11:00 – 13:00
Veronica Ryan: TURNER PRIZE Rezipientin 2022. Eine bescheidene Star-Künstlerin?
Dozent: Dr. Stefanos Pavlakis


Der Bildhauerin Veronica Ryan wurde 2022 der renommierteste Kunstpreis im Vereinten Königreich verliehen. In ihren Arbeiten legt sie besonderen Wert auf Fragen der Herkunft, Diaspora und kulturellen Zugehörigkeit. Diese Preisverleihung bietet uns die Chance, sich sowohl mit den Arbeiten der Künstlerin auseinanderzusetzen, als auch mit sozial-politischen Fragen, die zeitgenössische KünstlerInnen der Diaspora im Vereinigten Königreich anregen.



Sonntag, 16.04.23, 16:00 – 18:00, Teil 1
Sonntag, 23.04.23, 16:00 – 18:00, Teil 2
Copy & Fake it! Aneignungspraktiken zeitgenössischer, FotokünstlerInnen
Dozent: Dr. Stefanos Pavlakis


Was verbindet unterschiedlichste künstlerische Positionen, wie die von internationalen Kunst-Stars wie Cindy Sherman, Richard Prince, Douglas Gordon oder Sherry Levine?
Anders, als es bei zeitgenössischen Fotografinnen und Fotografen oft der Fall ist, identifizieren sich KünstlerInnen, die sich des Mediums der Fotografie bedienen, nicht unbedingt mit dem Prozess des Fotografierens an sich. Vielmehr scheinen sie eine kritische Neuinterpretation bereits existenter – oft sehr populärer Bilder – anregen zu wollen.
Warum sollte man sich in einer medial so übersättigten Gesellschaft wie der unseren noch die Mühe machen, neue Fotos zu produzieren, scheinen sich die KünstlerInnen zu fragen?
Einige ihrer Taktiken und Praktiken erkunden wir in einem Doppelseminar (am 16.04 und am 23.04). Beide Seminare sind so gestaltet, dass Sie keine Vorkenntnisse benötigen.



Sonntag, 23.04.23, 16:00 – 18:00, Teil 2
Copy & Fake it! Aneignungspraktiken zeitgenössischer, FotokünstlerInnen
Dozent: Dr. Stefanos Pavlakis

Zum Inhalt des Seminars siehe oben am 16.04.2023.



Sonntag, 30.04.23, 16:00 – 18:00
Sarah Morris: Urbane Psychogeographie und Origami Malerei.
Dozent: Dr. Stefanos Pavlakis


Sarah Morris, Malerin und Filmemacherin, erlangte bereits in den 1990er Jahren große Anerkennung für ihre Arbeiten. Stadtforschung, Stadtbiografie und Architektur gehören zu den zentralen Forschungsinteressen der Künstlerin. Sowohl in ihren dokumentarisch-psychogeographischen Filmen als auch in ihren großformatigen geometrisch-abstrakten Gemälden, die oft als Wandmalereien im städtischen Umfeld vorkommen, setzt sich Morris mit Großstadtkulturen und dem Leben in Zeiten der Globalisierung auseinander. Mit dem Anlass einer Retrospektive ihres Gesamtwerks in den Hamburger Deichtorhallen (All Systems Fail: 4. Mai bis 20. August 2023, Deichtorhallen, Hamburg) führen wir in die Arbeitsweise und das Werk der renommierten britisch-amerikanischen Künstlerin ein.


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Gebühr: jeweils 20 €, Fördermitglieder 15 €
Es wird um vorherige Anmeldung gebeten: info@suedwestpassage.com

Ort:
KUNSTWILD Projektraum
Eschenstr. 4
12161 Berlin


Wir freuen uns auf Sie!

Ihre
Andrea-Katharina Schraepler
Dr. Stefanos Pavlakis

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